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Wilder Penfield

Wilder Penfield

Wilder Graves Penfield (* 26. Januar 1891 in Spokane/Washington; † 5. April 1976 in Montreal) war ein in den USA geborener kanadischer Neurochirurg und gilt als einer der größten Wegbereiter der modernen Neurologie.

Penfield besucht das College in Princeton und studiert drei Jahre in Oxford. Studien- und Forschungsaufenthalte in Spanien, Deutschland (u. a. bei Otfrid Foerster) und New York schließen sich an. Von 1928 bis 1960 ist er als Neurochirurg tätig, zuletzt als Direktor des 1934 gegründeten Montreal Neurological Institute an der McGill-Universität.

Penfield operiert in 30 Jahren als Neurochirurg etwa 750 Epilepsie-Patienten, zunächst oft ohne Erfolg. Er äußerte mehrfach: „Gehirnchirurg ist ein schrecklicher Beruf“.

Oft hatte er das offene Gehirn seiner Patienten vor sich. Bei Versuchen mit schwacher, elektrischer Stimulation mit einer dünnen Nadel bemerkte er, dass die Patienten keinerlei Schmerz empfinden, aber komplexe Sinneseindrücke, wie Träume oder Halluzinationen haben.

Auch konnten an bestimmten Stellen spontane Bewegungen provoziert werden. Sprache konnte gestört oder beeinflusst werden. Komplexe, visuelle Sinneseindrücke wurden erzeugt. Die Patienten bildeten sich ein, etwas zu sehen oder zu hören obwohl es nicht real war. Sie erinnerten sich an längst Vergessenes (ein wichtiger Hinweis gerade in Bezug auf Hypnose / Hypnosetherapie).

1937 zeigt ihm Herbert Jasper einen selbstgebauten Elektroencephalograph (EEG). Zusammen mit Jasper entwickelt er eine neue Methode, Epilepsie-Herde zuverlässiger zu orten, die als Montreal-Methode bekannt wurde.

Penfield setzte sich zudem das Ziel, systematisch die verschiedenen Hirnregionen zu untersuchen, um Gesetzmäßigkeiten in der Zuordnung von Regionen zu Funktionen zu erkennen. Über Jahre hatte er zunächst keinen nennenswerten Erfolg. Zu abrupt änderte sich von einem Zehntelmillimeter zum nächsten die Wirkung der Stimulation. Erst an der Zentralfurche (Sulcus centralis) wurde er fündig. Auf der einen Seite ließen sich Muskelkontraktionen auslösen, auf der anderen Seite ließen sich Sinneswahrnehmungen derselben Körperpartien erzeugen - Projektion auf den motorischen/sensorischen Cortex.

Ein Denkmal setzt er sich mit einer Zeichnung der Körperprojektionen im Größenverhältnis ihrer Projektionsfelder, dem Homunculus.



Neurologie und Hypnose
Nutzen wir wirklich nur 10% unseres Gehirns?