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In diesem Artikel möchten wir einmal näher beleuchten, welche Rolle die geistige Haltung eines Hypnotiseurs während der Hypnose spielt und welche Möglichkeiten sich für Hypnotiseure anbieten, die Intensität der Hypnose bzw. der jeweiligen Hypnoseanwendung zu steigern.

Die Hypnose bzw. eine Hypnosesitzung ist häufig ein sehr strukturierter Prozess, deshalb werden immer wieder folgende Fragen gestellt:



Ist Hypnose einfach nur eine nüchterne Vorgehensweise, ein Programm, das man abspielt?
Reicht es, wenn der Hypnotiseur einen Suggestionstext nur "vorliest" oder spielt es auch eine Rolle, welche geistige Haltung er selbst während der Hypnose einnimmt?
Kann man die Hypnose mit dem Programmieren eines Computers vergleichen und ist es egal, wer ihn programmiert, so lange nur die richtigen Codes eingegeben werden?


Die Arbeit mit der Hypnose wird häufig mit dem Programmieren eines Computers verglichen. Viele sehen in ihr die Informatik der Psychotherapie.
Ein Stück weit ist dieser Vergleich vielleicht sogar ganz treffen, denn kaum eine andere Therapiemethode nimmt so direkten Zugriff auf die unterbewussten Aktivitäten des Klienten und auch kaum eine andere Therapiemethode arbeitet mit so direkten, zielorientierten Ansätzen direkt an den Wurzeln des jeweiligen Behandlungsziels.

Viele Therapeuten, Berater und Coaches entscheiden sich für eine Hypnose-Ausbildung, weil sie die Direktheit und Logik der Hypnose reizt und sie die "Schwammigkeit" vieler anderer Therapieansätze in ihrer Arbeit nicht befriedigt. Sie suchen nach einem Ansatz, der logisch nachvollziehbar, rational strukturierbar und in sich mit dem Weltbild eines modernen Menschen des Computerzeitalters stimmig ist.
Nicht zuletzt motiviert sie auch der immer häufiger auftretende Wunsch nach einer "konkreten Lösungsorientierten Behandlung" seitens ihrer Klienten dazu, sich mit der Hypnose zu befassen, denn auch immer mehr Klienten sind der Meinung, dass es in der heutigen Zeit doch therapeutische Möglichkeiten geben muss, die mit ihren technisch geprägten Alltagsgewohnheiten vergleichbar sind und immer mehr Klienten sträuben sich gegen eine Therapie, in der sie kein klares Lösungsmuster erkennen oder deren Verfahrensweise ihnen zu vage erscheint.

Was hier im ersten moment vielleicht etwas technisiert klingt, ist im Grunde doch sehr einleuchtend: Der Mensch hat gelernt, sich mit den logischen Prozessen der Technik auseinanderzusetzen. Er ist es gewohnt, dass auf eine bestimmte Aktion eine (wenigstens zumeist) kalkulierbare Reaktion folgt. Er ist es gewohnt, sich vorab informieren zu können, was etwas kostet, wie lange es dauert und welche Ergebnisse zu erwarten sind. Er ist es gewohnt, dass Geräte einer bestimmten Logik folgen, aufgrund derer man sie beeinflussen kann.

Aufgrund dieser Gewohnheiten haben sich auch die Wünsche und Vorstellungen in Bezug auf Therapie und Coaching verändert.