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Kassenzulassung / Kassenabrechnung bei Hypnose

Kassenzulassung / Kassenabrechnung von Hypnose

Grundsätzlich kann mit der gesetzlichen Krankenkasse nur derjenige abrechnen, der über eine Kassenzulassung verfügt.
Die gesetzlichen Krankenkassen haben ein strenges Regelment, das ganz klare Voraussetzungen zugrundelegt.

In der Regel können nur Ärzte und Psychotherapeuten mit einer Approbation eine Kassenzulassung für die Hypnose erlangen. Diese sind aber zumeist nicht sonderlich interessiert daran, da die Kassen für die Hypnose verhältnismäßig wenig leisten und somit die Privat-Abrechnung sinnvoller ist.

Eine Kassenzulassung für die gesetzlichen Krankenkassen wie sie z. B. bei Massage- oder Physiotherapiepraxen üblich ist ohne dass der Hypnotiseur Arzt oder Psychotherapeut ist oder eine berufliche Spezialisierung z.B. als Ergotherapeut hat, die es ihm ermöglicht, unter bestimmten Bedingungen mit Kassen abzurechnen, gibt es nicht.

Heilpraktiker bzw. Heilpraktiker Psychotherapie können wie Ärzte und Psychotherapeuten auch mit manchen privaten Krankenkassen abrechnen, aber auch sie bekommen die Hypnose in der Regel nicht von den gesetzlichen Kassen erstattet (Ausnahme könnte höchstens eine besondere medizinische Notwendigkeit sein, die aber mit der gesetzlichen Kasse im Einzelfall direkt zu klären ist). Ob und wie viel eine private Kasse in Bezug auf Hypnose erstattet ist vom jeweiligen Versicherungstarif abhängig, in dem der Klient versichert ist. Diese Tarife können sich von Art und Umfang deutlich unterscheiden. Es können also keine pauschalen Aussagen getroffen werden, in welchem Rahmen private Kassen leisten.





Umdenken: Ist die Kassenzulassung überhaupt nötig?

Wer sich im therapeutischen Bereich noch nicht so gut auskennt, denkt häufig, die Möglichkeit, mit Krankenkassen abzurechnen sei eine Art "Lizenz zum Gelddrucken". Aus der Sicht erfahrenerer Behandler relativiert sich dieses Bild aber zunehmend. Immer mehr Therapeuten verfolgen das Ziel, komplett kassenunabhängig arbeiten zu können, da sich eine kassenunabhängige Arbeit oft deutlich unkomplizierter und zudem lukrativer gestaltet.

Es ist kein Geheimnis, dass die gesetzlichen Krankenkassen therapeutische Dienstleistungen heute eher schlecht vergüten.
Ebenfalls kein Geheimnis ist es, dass das Leistungsangebot, das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird immer schwächer wird und viele interessante therapeutische Dienstleistungen heute für den Kassenpatienten gar nicht mehr oder nur unter besonderen Bedingungen erstattungsfähig sind.

In der heutigen Zeit sind deshalb immer mehr Menschen dazu bereit, persönlich in ihr Wohlergehen zu investieren. Der Wellness- und Gesundheitsmarkt boomt und die Klienten wählen bevorzugt das, was ihnen gut tut - auch wenn die Krankenkasse es nicht bezahlt.

Grund dafür ist, dass viele Klienten wissen, dass sie bei Leistungen, die sie selbst übernehmen vollkommene Wahlfreiheit haben und dabei oft sehr bemühten und kompetenten Behandlern gegenüberstehen, die ein absolutes Interesse daran haben, sich einen guten Ruf und eine erfolgreiche Praxis durch gute Leistungen zu erarbeiten.

Oftmals stellen Behandler, die nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen für ihr Honorar auch deutlich mehr Zeit zur Verfügung und gehen dadurch intensiver auf die Probleme der Klienten ein als das vielleicht andernorts im Rahmen einer Kassenbehandlung üblich ist. Das wissen viele Klienten sehr zu schätzen und schauen sich deshalb immer häufiger auch nach freien Therapeuten und Behandlern um.

Unzählige Heilpraktiker, Hypnotiseure und Wellness-Therapeuten leben sehr gut von der wachsenden Zahl an Selbstzahlern und die steigende Nachfrage nach der Hypnose, die ja ohnehin in den seltensten Fällen von der Kasse übernommen wird beweist, dass der Markt absolut vorhanden ist.

Sogar viele Ärzte und Psychotherapeuten, die früher hauptsächlich Kassenpatienten behandelt haben, bevorzugen mittlerweile die Privat-Abrechnung, da sie lohnender ist als die verhältnismäßig schmalen Kassen-Sätze, die für die Hypnosetherapie erstattet werden.

Es kann sich also absolut lohnen, umzudenken und sich auch außerhalb des Kassen-Systems zu plazieren. Mit einem guten Ruf und einem attraktiven Praxisangebot ist eine solide und finanziell lukrative Existenz als Hypnotiseur oder Hypnosetherapeut auch ohne Kassenabrechnung durchaus möglich!





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