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Armlevitation

Armlevitation

Als Armlevitation bezeichnet man in der Hypnose eine Anwendung, bei der der Hypnotiseur einen Arm des Hypnotisanden suggestiv "schweben" lässt, das heißt, der Arm hebt sich gesteuert durch die Kraft des Unterbewusstsein des Hypnotisanden ohne dessen bewusstes Zutun z.b. von der Stuhllehne, auf der er zuvor liegt an.

Der Arm hebt sich also tatsächlich, es ist keine Sinnestäuschung, die nur in den Gedanken des Hypnotisanden stattfindet.

Für den Klienten fühlt sich das Heben und das anschließende Halten des Armes in einer schwebenden Position in der Regel vollkommen mühelos an. Die meisten Klienten haben das Gefühl, als wäre ihr Arm "ferngesteuert".

Klienten können den Arm im Rahmen einer Armlevitation wesentlich länger in einem angehobenen Schwebezustand halten als dies im normalen Wachzustand möglich wäre. Grund dafür ist, dass das Gehirn die motorischen Ressourcen optimal nutzt und zeitgleich ein leichter Betäubungszustand eintritt, der das Schweregefühl des Armes, das im Wachzustand wahrnehmbar wäre unterdrückt.

Teilweise wird die Armlevitation auch als Handlevitation bezeichnet. Gemeint ist aber weitestgehend das selbe.

Bei der Armlevitation nutzt man die Ideomotorik, um den Bewegungseffekt in Trance über die Kraft der Gedanken des Klienten mittels Suggestionen zu erzeugen.





Vertiefende Wirkung der Armlevitation

Die Armlevitation wird von Hypnotiseuren gern zur Vertiefung der Hypnose angewandt.

Wird der Arm auf ideomotorische Weise in einen Schwebezustand gebracht und dort belassen, hat das zur Folge, dass das Gehirn die Trance vertieft, um den Schwebezustand aufrecherhalten zu können.

Je länger der Hypnotiseur den Arm des Klienten also im levitierten Zustand belässt, desto tiefer geht dieser mit der Zeit in Hypnose.

Dennoch sollte der Hypnotiseur darauf achten, den Arm eines Klienten nicht zu lange im freien Schwebezustand zu belassen. Auch wenn es sich für den Klienten in diesem Moment vollkommen mühelos anfühlt, da seine Wahrnehmung des Armes stark eingeschränkt ist, kann es bei zu langen Levitationen im Anschluss zu unangenehmem Muskelkater kommen. Zudem kann ein zu langes Halten der Armlevitation auch bewirken, dass die leichte Betäubende Wirkung der Trance auf die Wahrnehmung des Armes nachlässt und der Klient deshalb wieder aus der Trance erwacht.





Armlevitation als Kontrollmöglichkeit

Eine Armlevitation ist erst ab einem bestimmten Grad von Trance und bei Vorhandensein eines hypnotischen Rapports möglich.

Der Hypnotiseur kann sie auch ein Stück weit als Kontrollmöglichkeit nutzen, um zu prüfen ob der Klient auf seine Suggestionen anspricht bzw. ob schon eine Trance eingetreten ist.

Über die Trancetiefe lässt sich allein über die Armlevitation noch relativ wenig aussagen, da das Ansprechen der Ideomotorik von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein kann und die Armlevitation bei entsprechend suggestiblen Personen schon in sehr leichten Trancezuständen, die kaum vom Wachzustand unterscheidbar sind möglich ist, während andere Menschen erst eine deutlich tiefere Trance erreicht haben müssen, bis die Armlevitation möglich wird. Sie ist also primär ein Indiz, dass überhaupt ein Tranceeffekt vorliegt.





Armlevitaion als Demonstration der Hypnose

Darüber hinaus ist die Armlevitation aber auch eine gute Demonstrationsmöglichkeit für den Hypnotiseur, dem Klienten zu zeigen, dass er mit der Hypnose etwas eindeutig erkennbares bewirken kann.

Klienten fällt es häufig leichter, eine Hypnosebehandlung als wirksam zu akzeptieren, wenn sie etwas "tatsächliches, mechanisches" fühlen und beobachten können und die Arbeit sich nicht nur im ihrem Inneren, also "im Kopf", in ihren Gedanken abspielt.

Bei einer Sitzung, die ausschließlich die mentale Ebene anspricht und keine "spektakulären" Inhalte hat, die der Klient auf anhieb als "eindeutig hypnotisch" identifizieren kann (viele Routine-Anwendungen enthalten keine außergewöhnlichen "Knalleffekte") kommt ansonsten bisweilen auch der Kritikpunkt "Vielleicht bilde ich mir das ja auch nur alles ein und es war gar keine Hypnose...", der im Rahmen einer solchen "Fernsteuerung" des Armes, bei der der Klient eindeutig erkennt, dass die Hypnose auf ihn wirkt aber hinfällig wird.







Amnesie
Assoziierte Hypnose