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Umgang mit gestressten / abgehetzen Klienten

Umgang mit gestressten / Abgehetzen Klienten

Viele Hypnotiseure haben diese Situation schon einmal erlebt:

Ein Klient erscheint in letzter Minute zum vereinbarten Termin. Er kommt direkt von der Arbeit, hatte einen stressigen Tag hinter sich und stand eben noch im Stau, weshalb er die letzten Meter zur Praxis im Laufschritt zurücklegen musste. Nun schaut er Sie erwartungsvoll an und sagt "können wir heute aber bitte sehr pünktlich schluss machen - ich habe im Anschluss noch einen Termin bei meinem Steuerberater".

Ein denkbar ungünstiger Start in eine Hypnosesitzung...

Gerade wenn man bedenkt, dass Hypnose auch etwas mit loslassen, sich einlassen, sich öffnen und nach innen spüren zu tun hat und keine Dienstleistung ist, die man eben mal mitnimmt wie eine Scheibenreinigung an der Tankstelle.

Doch leider kommt eine solche Situation nicht selten vor und Therapeuten berichten häufig frustriert davon, dass solche Sitzungen in der Regel dann für beide Seiten auch nicht wirklich zufriedenstellend verlaufen.

Der Klient ist noch viel zu aufgeregt, um sich auf eine Trance einzulassen, der Therapeut tut sein bestes, eine möglichst intensive Hypnose-Induktion durchzuführen, fühlt sich aber selbst unwohl, weil er damit rechnen muss, dass der Klient jeden Moment wieder die Augen öffnen könnte, um zu sagen "Ich glaube, das funktioniert bei mir nicht".




 


Lösungsmöglichkeiten

Um diesem Problem entgegenzutreten gibt es eine Interessante und wirkungsvolle Entspannungsmethode:
Das HRV-Training bzw. wenn Sie über keine entsprechende technische Ausstattung verfügen das Ruheatmungstraining.

Lassen Sie den Klienten 5 (oder bei besonders gestressten Klienten gern auch 10) Minuten ruhig in einem Rhythmus von 6 Atemzügen pro Minute atmen.

Sie können ihn dazu anleiten, indem Sie ihm entsprechende Verbale Anweisungen geben:

Der Klient setzt oder legt sich dazu in eine bequeme Position und schließt die Augen.
Nehmen Sie sich nun eine Uhr mit Sekundenzeiger zur Hand und geben Sie ihm alle 5 Sekunden die Anweisung "einatmen" bzw. "ausatmen".


Die medizinische Forschung hat festgestellt, dass ein Atemrhythmus von 6 Atemzügen pro Minute einen besonders intensiven Effekt auf die sympathovagale Balance bzw. die Ausgeglichen heit der Aktivitäten von Sympathikus und Parasympathikus hat. In einfachen Worten: Eine Atemfrequenz von 6 Atemzügen pro minuten harmonisiert das vegetative Nervensystem und erzeugt schon nach recht kurzer Zeit eine angenehme innere Ausgeglichenheit.

Wenn Sie über ein HRV-Trainingsgerät verfügen, können Sie den Ausgleichsfortschritt sogar live beobachten und damit genau feststellen, wann der Klient einen Zustand optimaler Ausgeglichenheit erreicht hat. Aber auch ohne HRV-Messgerät erzielen Sie nach 5-10 Minuten einen erkennbaren Effekt.

Das Ergebnis ist, dass der Klient ausgeglichener und nun auch deutlich besser hypnotisierbar ist.

Die 5-10 Minuten, die Sie zu Beginn der Sitzung in die Harmonisierung des Klienten investiert haben zahlen sich nun aus in Form einer wesentlich harmonischeren und in den meisten Fällen auch drastisch effizienteren Sitzung - und nicht zuletzt: in einer deutlich tieferen hypnotischen Trance.

Ein "Kaltstart" mit Hypnose ohne vorherige Harmonisierung des Klienten hätte Sie sicherlich deutlich mehr Zeit gekostet, um eine akzeptable Arbeitstrancetiefe zu erreichen und womöglich wäre in der gesamten Sitzung "der Wurm drin gewesen", das heißt in besonders drastischen Fällen wäre es dem Klienten vielleicht garnicht möglich gewesen, eine für die jeweilige Anwendung notwendige Trancetiefe zu erreichen.




 


Nicht nur für gestresste Klienten anwendbar

Eine vegetative Harmonisierung durch Ruheatmung ist übrigens nicht nur bei besonders gestressten oder hektischen Klienten anwendbar.

Auch bei in dieser Hinsicht unauffälligen Klienten, kann eine Ruheatemübung vor der Hypnose Positiveffekte bringen und die Trancetiefe bzw. die Intensität der Hypnose verstärken.

Wir erhalten in letzter Zeit viele Rückmeldungen von Teilnehmern der Hypnoseausbildung , die diese einfache Atemübung in ihre tägliche Arbeit mit der Hypnose integriert und damit zum Teil wirklich erstaunlichste Ergebnisse erzielt haben.

Ein Teilnehmer schrieb uns:

Ich habe jetzt bei 14 Klienten die Ruheatmung angewandt und ich bin verblüfft, was für eine intensive Wirkung sie hat. Die Trancen in der anschließenden Hypnose waren durchweg auffallend tief und das Feedback der Klienten war durchgehend positiv. Ich habe den Eindruck, durch diese Atemübung lässt sich die Kraft der Hypnose noch viel besser ausschöpfen.

Probieren Sie selbst einmal aus, was Sie mit einer kleinen Atemübung vor der Hypnosesitzung erreichen können.

TherMedius® würde sich selbstverständlich auch über ein Feedback von Ihnen zu diesem Thema freuen!