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Trancelogik

Trancelogik

Unter Trancelogik versteht man das spezielle (im Vergleich zum Wachbewusstsein veränderte) Verhalten des Hypnotisanden während der hypnotischen Trance.

In Hypnose bzw. in bestimmten hypnotischen Trancearten ist es möglich, die Logik des menschliche Gehirns so zu verändern, dass es eine neue Logik als von Natur aus gegeben akzeptiert.

Ein klassisches Beispiel ist die Veränderung der Reihenfolge von Zahlen, wie man sie aus der Showhypnose kennt. Der Showhypnotiseur suggeriert dem Hypnotisanden, dass die Zahlen "3" und "4" vertauscht sind und für ihn wirkt es auf einmal vollkommen normal, dass man "1, 2, 4, 3, 5..." zählt obwohl die gewohnte Logik im Wachbewusstsein ihn eigentlich mit aller Deutlichkeit auf die Abnormität dieser Reihenfolge aufmerksam machen müsste.

Die eingeschränkte logische Urteilsfähigkeit in hypnotischer Trance, bzw. die Veränderbarkeit der normalen Wachlogik in Hypnose bietet aber Potenziale, die einen der wichtigsten Wirkfaktoren der Hypnose ausmachen: Sie erlauben, das Verhalten eines Klienten wider seines bisherigen "logischen Denkens", also seiner bisher gewohnten Reaktionsmuster, die für sein zu behandelndes Problem ursächlich sind und deren Änderung wünscht zu verändern.

Man könnte sagen, gerade die Trancelogik ist es, was die Hypnose von anderen Therapieformen unterscheidet und was sie so besonders macht

Wo andere Therapieformen versuchen, den Klienten über die herkömmliche Logik des Wachbewusstseins zu erreichen, nutzt die Hypnose die Veränderbarkeit der inneren, unterbewussten Logik in Trance, um neue, in Wachbewusstsein fast unmöglich erscheinende Wege zu etablieren, die den Klienten letztenendes zu seinem ansonsten schwer erreichbaren, im Alltagsbewusstsein schwierigen, vielleicht sogar nahezu unmöglichen Ziel zu führen.



9. Hypnose-Lexikon



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