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 | Depressionen |
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Hypnose und Hypnosetherapie bei Depressionen
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Die Hypnose hat in letzter Zeit viel gute Presse für ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Depressionen bekommen.
An dieser Stelle möchten wir einen Überblick geben, was bei der Behandlung von Depressionen mittels Hypnose tatsächlich möglich ist und wo mögliche Grenzen liegen, da die Hypnose bei bestimmten Arten von Depressionen hervorragende Ergebnisse bringen kann, während sie bei anderen Arten von Depressionen ungeeignet, im Zweifel sogar kontraprotuktiv sein kann.
Vorab sei gesagt: Der Einsatz von Hypnose bei Depressionen erfordert spezielles Fachwissen seitens des Hypnotiseurs - sowohl auf der hypnotherapeutischen als auch auf der psychotherapeutischen Ebene (Diagnostik), da einige klassische Hypnose-Techniken (speziell die Tiefenentspannungstechniken) sich bei falscher Anwendung negativ auswirken können und bei manchen Klienten nur eine sehr spezifische Auswahl von Hypnosetechniken für die Behandlung von Depressionen geeignet ist, während viele "Klassiker" unter den Hypnoseanwendungen aufgrund ihrer spezifischen Wirkweisen im Gehirn, die die Depressionen auslösenden Areale nicht genug oder zu sehr triggern aus Sicherheitsgründen entfallen.
Depressionen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass bestimmte Gehirnareale unteraktiviert sind. Eine Behandlung mit klassischer Hypnose könnte diese unteraktivierten Areale noch weiter hemmen, was zu einer Verschlechterung der Gesamtsituation des Patienten im Anschluss an die Hypnose-Behandlung führen könnte. Hypnosetherapeuten sollten Depressionen deshalb nur dann behandeln wenn Sie über entsprechendes Fachwissen und die dazugehörigen speziellen Hypnosetechniken verfügen. TherMedius® bietet als eines der wenigen Hypnose-Ausbildungsinstitute Fortbildungen an, in denen Sie effiziente Behandlungstechniken zur Behandlung von Depressionen mit Hypnose erlernen können.
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Sonderfall Depressionen und Hypnose
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Die Behandlung von Depressionen weicht in ihrer Vorgehensweise häufig von klassischen Behandlungsansätzen, die bei anderen Indikationen angewendet werden ab, da die Entstehung von Depressionen im Gehirn sich häufig in wesentlichen Punkten von der Entstehung anderer Problematiken unterscheidet.
Ursache für Depressionen ist oft eine Unausgeglichenheit der Aktivitäten der beiden Gehirnhälften. Auch wenn Depressions-Patienten oft über innere Unruhe klagen und sich Entspannung wünschen, benötigen Sie doch vor allem aktivierende Hypnosetechniken, die ihre rechte Gehirnhäfte stimulieren und damit der linken Gehirnhälfte erlauben, sich wieder zu harmonisieren. Bei einer reinen Tiefenentspannung werden beide Gehirnhälften gleichermaßen entspannt, was dazu führt, dass die Disharmonie erhalten bleibt und die Diskrepanz in der Aktivität der beiden Hemisphären im Anschluss eher noch größer ist, da die ohnehin schwächer aktive rechte Gehirnhälfte länger braucht, um wieder "hochzufahren".
In der gängigen Fachliteratur wird immer wieder beschrieben, wie sich Depressionen mit Hypnose behandeln lassen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten - handelt es sich bei den beschriebenen Fällen doch zumeist um neurotische Depressionen und nicht um endogene Varianten. Vorgehensweisen, die sich auf der einen Seite als nützlich erwiesen haben, können sich auf der anderen Seite negativ auswirken. Wir raten deshalb dringend dazu, Depressionen mit Hypnosetherapie nur zu behandlen wenn ein ausreichendes diagnostisches und hypnotherapeutisches Fachwissen vorhanden ist und sich im Zweifel nicht ausschließlich auf Vorgaben aus der Literatur zu verlassen.
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Endogene Depressionen und Hypnose
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Als sehr schwierig, häufig sogar gänzlich wirkungslos und im schlimmsten Fall symptomverschlechternd hat sich die Behandlung von endogenen Depressionen (z.B. organische Depressionen) mit Hypnose erwiesen. Grund dafür ist, dass diese Depressionen i.d.R. eine konkrete körperliche Ursache (Gendefekt, Hormonstörung, Vergiftungserscheinungen u.a.) haben, die sich mit einem rein medikamentenfreien Ansatz wie der Hypnose nicht oder nur sehr bedingt (ergänzend zur Medikation) lösen lässt.
Liegen also endogene / organische Depressionen vor, sollte ein Hypnosetherapeut sehr genau prüfen ob und in welchem Maße ein Einsatz der Hypnose sinnvoll ist und auf jeden Fall mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (Einsatz der Hypnose am besten nur im klinischen Umfeld; wenn möglich nicht ambulant) arbeiten, um gegebenenfalls medikamentös intervenieren zu können.
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Hypnose stark bei reaktiven Depressionen
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Als reaktive Depressionen bezeichnet man Depressionen, die im Gegensatz zu endogenen Depressionen keine organische Ursache haben.
Reaktive Depressionen können bspw. in Folge sehr einschneidender oder trauriger Ereignisse (Arbeitsplatzverlust, Tod eines Anghörigen, Scheitern einer Beziehung...), aber auch anhaltenden Drucks (dauerhaft schlechtgelaunter Vorgesetzter, Arbeitsplatzgefahr, Überschuldung, familiäre Problemsituationen wie ein schwererziehbares Kind oder andauernde Eheprpobleme) auftreten und sind eher als Verhaltensstörung denn als eigentsändige, von äußeren Rahmenbedingungen unabhängige Erkrankung (wie die endogenen Depressionen) zu sehen.
Viele Therapeuten sehen in reaktiven Depressionen auch eine gewisse Verwandtschaft zur Posttraumatischen Belastungsstörung (da ein "traumatischer" Auslöser für sie verantwortlich ist).
Bei der Behandlung reaktiver Depressionen bringt die Hypnosetherapie regelmäßig hervorragende Ergebnisse und eben diese Ergebnisse sind es auch, die der Hypnose eine so gute Presse in Bezug auf ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Depressionen einbrachten.
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Das A und O: Richtige Diagnostik!
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Der große behandlerische Unterschied zwischen endogenen und reaktiven Depressionen , der letztenendes entscheidend dafür ist ob Depressionen überhaupt mit Hypnose bahndelt werden können oder sollten, zeigt schon, dass eine korrekte Diagnose im Vorfeld einer Behandlung unumgänglichist und ein Hypnosetherapeut einen Klienten mit Depressionen nur dann annehmen sollte, wenn wirklich sichergestellt ist, um was für eine Art von Depressionen es sich handelt.
Endogene Depressionen lassen sich heute sehr gut mit Hilfe von QEEGs / Brainmapping diagnostizieren (auf dem Brainmap ist bei endogen depressiven Patienten zumeist ein Aktivitätsabfall im linken Frontallappen erkennbar; handelt es sich um eine andere Quelle aus der die Depressionen stammen, sind typische Auffälligkeiten i.d.R. auch relativ leicht zu erkennen). Aufgrund einer solchen Diagnostik lässt sich recht gut unterscheiden ob ein Patient medikamentöse unterstützung benötigt oder ob eine therapeutische Lösung (wie auch Hypnosetherapie) sinnvoll erscheint.
Ein Problem ist dezeit, dass die entsprechenden Geräte in ambulanten Praxen noch nicht ausreichend verbreitet sind und QEEGs oft nur in Kliniken zur Verfügung stehen. Häufig wird deshalb auch heute noch im therapeutischen Alltag anhand von Indizien "vermutet", um was für eine Art von Depression es sich handeln könnte. Allzu oft bieten sich auch unangenehme Umstände im Leben eines Klienten als möglicher Auslöser für reaktive Depressionen an, weshalb die Option der endogenen Depressionen gar nicht mehr weiter verfolgt wird, was aber in eine therapeutische Sackgasse führen kann. Wirkliche Sicherheit ob eine endogene oder reaktive Depression vorliegt erhält man aber nur anhand der gemessenen Gehirnaktivitäten.
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Ursachen für Depressionen finden mit Hypnose
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Die Hypnose - vor allem die analytische Hypnose - genießt den Ruf, ein besonders gutes Instrument für die Ursachenforschung und die Wahrheitsfindung zu sein.
Allerdings muss hier ganz klar gesagt werden: Erkenntnisse wie "Ich habe eine genetische Veranlagung zur Depression" oder "Meine Depressionen stammen aus einer Unverträglichkeit gegenüber einem Nahrungsmittelzusatzstoff" sind im Rahmen einer hypnoanalytischen Ursachen Forschung erfahrungsgemäß eher nicht zu erwarten, da das Unterbewusstsein auf solche Faktoren keinen direkten Zugriff hat, der sich verbalisieren lässt.
Man kann also nicht per se sagen "Mit Hypnose kann man die Ursachen von Depressionen herausfinden", da eine analytische Arbeit voraussetzt, dass die Ursachen auf der psychischen Ebene liegen.
Bei endogenden Depressionen ist bei analytischer Ursachenforschung mit Hypnose die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass statt zutreffender Aussagen einfach plausibel erscheinende Kausalitäten (bspw. ein belastendes Ereignis, das sich einfach anbietet, dass es ursächlich sein könnte, das tatsächlich aber in keinen Zusammenhang steht) zum Vorschein kommen oder mit Pseudo-Erinnerungen vergleichbare Erkenntnisse, deren Bearbeitung dann aber i.d.R. zu keinerlei Verbesserungen oder gar Heilungen führen.
Bei bestimmten Arten Depressionen (vor allem Arten, bei denen das Gehirn aufgrund eines Gendeffekts an Leistung abbaut und die vollkommen unabhängig von der psychischen Situation des Betroffenen in einem bestimmten Alter eintreten) sehen Gehirnforscher Medikamente derzeit als unverzichtbar.
Vor einer hypnoanalytischen Ursachenforschung sollte also zweifelsfrei und mit aller gebotenen medizinischen Sorgfalt sichergestellt sein, dass es sich um eine Art von Depressionen handelt, die keinen endogenen Ursprung hat und bei der eine Arbeit auf der psychischen Ebene sinnvoll erscheint, da ansonsten die gesamte Hypnoanalyse schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt sein könnte bzw. sogar das Risiko mit sich brächte, den Klienten auf falsche Pfade in Bezug auf die Behandlung seiner Erkrankung zu führen (wir haben in unseren Praxen mehr als genug Klienten erlebt, die bspw. mit der Überzeugung "Ich muss meinem verstorbenen Vater verzeihen, dann hören meine Magenprobleme auf", zu der sie in irgend einer Form von therapeutischer / aufdeckender Arbeit kamen zu uns kamen und bei denen sich schnell herausstellte, dass es sich um eine simple Nahrungsmittelintoleranz handelte, die durch Verzicht auf bestimmte Lebensmittel und ohne jegliche Arbeit am Verhältnis zum Vater problemlos in den Griff zu bekommen war).
Bei Beachtung dieser Grundlagen und entsprechender Selektion der Klienten in Bezug auf Tauglichkeit für einen solchen therapeutischen Prozess kann die analytische Hypnose dann tatsächlich zu hervorragenden Erkenntnissen in Bezug auf die Wirkungsmechanismen von Depressionen führen und Wege aufzeigen, wie durch die Bearbeitung von in diesem Rahmen indentifizierten Themenbereichen beachtliche Behandlungserfolge erreicht werden können.
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Depressionen sind oft gar keine Depressionen
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Bei allen Gedanken zum Thema Depressionen sei noch anzumerken:
Aktuellste Studien haben ergeben, dass ein Großteil der sich wegen Depressionen in Therapie befindlichen Klienten (Experten schätzen 50 % und mehr) in Wahrheit gar nicht unter Depressionen leiden, sondern vielfach unter anderen Erkrankungen (ADS, Chronisches Erschöpfungssyndrom, Allergien die sich auf die Psyche auswirken). In diesen Fällen verspricht eine klassische Psychotherapie keinerlei Heilung, da sie die wirkliche Problemursache nicht erreichen kann. Die Hypnose bietet hier einige Möglichkeiten, dennoch Besserungen zu erzielen, hierzu ist allerdings ein Spezialwissen nötig, das Sie bespw. in der TherMedius®-Hypnosefortbildung Hypnose bei Ängsten und Phobien erlernen, in der auch umfassend auf Depressionen und ihre möglichen Ursachen eingegangen wird.
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Hypnose-Anwendungen Sehstörungen
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